Autogenes Training

In unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft führen permanenter Stress, Hektik und zu wenig Ruhepausen häufig zu körperlichen und seelischen Problemen. Daher ist es umso wichtiger, sich auch bewusst Zeit für Ruhepausen und Entspannung zu nehmen. Gut geeignet ist hier das sog. Autogene Training.

Der Begriff “autogen” stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt “selbst hervorgerufen”. Dabei bringt der Praktizierende selbst durch Autosuggestion und innere Vorstellung seinen Körper in einen entspannten Zustand.

Durch die Konzentration auf den eigenen Körper wird auch der ständige Gedankenstrom im Kopf ruhiger und die Körperwahrnehmung steigt, so dass der Körper zu mehr innerer Ausgeglichenheit und Ruhe kommen kann. Dies geschieht zunächst durch eine muskuläre Entspannung, die durch bestimmte Formeln, wie Ruhe- oder Schwereformel erreicht wird. Dadurch ensteht ein angenehmes Körpergefühl, das auch psychisch als positiv wahrgenommen wird. Das vegetative Nervensystem schaltet dabei auf “Entspannung” um.

Durch tägliches Üben, daher auch der Begriff Autogenes Training, kann die Entspannungsreaktion immer schneller erfolgen (z.B. während der Mittagspause). Bei regelmäßiger Anwendung können sich gut stressbedingte Beschwerden lindern lassen oder sogar ganz zum Verschwinden gebracht werden. Das Autogene Training ist ist ein wissenschaftlich anerkanntes Entspannungsverfahren. Es wurde in den 1920er Jahren von dem deutschen Arzt Johannes Heinrich Schultz entwickelt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Autogenes Training eignet sich Kinder (ab ca. 8 Jahren), Erwachsene und Senioren.  Bei akuter Depression oder Persönlichkeitsstörungen ist dieses Verfahren nicht zu empfehlen.